The Walk of Faith
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Am Wachsen

Gewissen

In einfachen Worten

Dein Gewissen ist das innere Gespür, das Gott dir gab, für richtig und falsch.

Du kennst das Gefühl, wenn du etwas falsch gemacht hast und dich etwas innerlich nicht loslässt. Das ist dein Gewissen. Es ist wie eine Warnleuchte im Auto. Sie repariert nichts, aber sie zeigt dir, dass etwas Aufmerksamkeit braucht.

Die Bibel sagt, auch Menschen, die sie nie gelesen haben, tragen dieses innere Gespür für Recht und Unrecht in sich (Römer 2,14-15). Es ist eine Art, wie Gott zu jedem Menschen spricht. Wer es immer wieder übergeht, macht es leiser, und das ist gefährlich. Wer darauf hört, hält es klar.

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Paulus bemühte sich, "ein reines Gewissen vor Gott und den Menschen" zu haben (Apostelgeschichte 24,16). Das hieß nicht, dass er nie sündigte. Es hieß, dass er nichts ungeklärt liegen ließ. Wenn dein Gewissen dich anklagt, bring es zu Gott, bekenne, und wenn nötig, bring die Sache mit Menschen in Ordnung.

Dein Gewissen kann sich auch irren. Es kann zu streng sein und dich für Dinge anklagen, die Gott längst vergeben hat, oder zu schwach, weil du es jahrelang überhört hast. Darum braucht es die Bibel, um geschult zu werden. Das Blut von Christus reinigt das Gewissen (Hebräer 9,14). Vergebene Schuld musst du nicht wieder tragen.

Noch tiefer Tiefer gehen

Das griechische syneidesis heißt Mitwissen, ein geteiltes inneres Wissen. Im Alten Testament ist es selten, dort übernimmt das Herz diese Aufgabe, aber Paulus verwendet es oft. Er spricht von einem guten, einem schwachen, einem befleckten und einem abgestumpften Gewissen. Das Gewissen kann also gesund oder beschädigt sein.

Paulus' Ziel ist "Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben" (1. Timotheus 1,5). In strittigen Fragen sagt er, niemand soll andere drängen, gegen ihr Gewissen zu handeln. Christen sind sich in vielen solchen Fragen uneins, darum bittet Paulus um Geduld miteinander statt um Druck.

Meine Verse

Denn wenn die Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur tun, was das Gesetz verlangt, so sind sie, die das Gesetz nicht haben, sich selbst ein Gesetz; da sie ja beweisen, dass des Gesetzes Werk in ihre Herzen geschrieben ist, was auch ihr Gewissen bezeugt, dazu ihre Überlegungen, welche sich untereinander verklagen oder entschuldigen.

Darum übe ich mich auch, allezeit ein unverletztes Gewissen zu haben gegenüber Gott und den Menschen.

Wieviel mehr wird das Blut Christi, der durch ewigen Geist sich selbst als ein tadelloses Opfer Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!

Und doch ist der Endzweck des Gebotes Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben.

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