Ist das wahr?
Archäologie, die zu den Evangelien passt
Steine, Knochen und Teiche, die zu den Menschen und Orten der Geschichte passen.
Archäologie kann nicht beweisen, dass Jesus Wunder getan hat. Sie kann aber den Rahmen prüfen. Gab es die Personen wirklich? Lagen die Orte dort, wo die Evangelien sie beschreiben? Immer wieder lautet die Antwort: ja.
Hier sind einige Funde mit solider Grundlage. Bei jedem sagen wir auch, was noch umstritten ist. Ehrliche Belege gehören mit ihren Grenzen auf den Tisch.
Die Pilatus-Inschrift
1961 in Caesarea Maritima gefunden, nennt dieser Stein aus dem 1. Jahrhundert Pontius Pilatus als Präfekten von Judäa. Das ist der Statthalter, der laut den Evangelien Jesus verurteilte. Heute liegt er im Israel-Museum in Jerusalem.
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Das Kajaphas-Ossuar
1990 öffneten Bauarbeiter in Jerusalem ein Grab mit einer Knochenkiste, auf der Josef, Sohn des Kajaphas steht. Viele verbinden sie mit dem Hohepriester Kajaphas aus den Evangelien, manche Forscher bezweifeln die Zuordnung. Sie befindet sich im Israel-Museum.
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Der Teich Schiloach (Siloah)
2004 legten die Archäologen Eli Shukron und Ronny Reich in Jerusalem die Stufen eines großen Teiches frei. Münzen im Putz zeigen, dass er etwa ein Jahrhundert vor Jesus neu gebaut wurde, Münzen bis 69 n. Chr., dass er zu Seiner Zeit in Gebrauch war. Laut Johannesevangelium schickte Jesus einen Blinden dorthin, um sich zu waschen.
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Der Teich Betesda
Ausgrabungen bei der Annakirche in Jerusalem fanden zwei große Becken mit einem Trenndamm. Viele sehen darin eine plausible Übereinstimmung mit dem Teich mit fünf Säulenhallen bei Johannes, sicher ist das aber nicht.
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Ein Haus aus dem 1. Jahrhundert in Nazareth
Der Archäologe Ken Dark (Universität Reading) untersuchte ein Haus aus dem 1. Jahrhundert unter einem Kloster in Nazareth. Die Funde deuten auf eine jüdische Familie hin. Ob es Jesu Elternhaus war, lässt sich archäologisch nicht sagen, aber es zeigt, wie Nazareth zu Seiner Zeit aussah.
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Ein Gekreuzigter im Familiengrab
1968 kamen in einem jüdischen Grab in Jerusalem die Knochen eines Mannes namens Jehochanan zum Vorschein, mit einem Eisennagel noch im Fersenbein. Das ist eine der ganz wenigen körperlichen Spuren römischer Kreuzigung. Sie zeigt, dass ein Gekreuzigter ordentlich bestattet werden konnte, wie es die Evangelien von Jesus berichten.
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Meine Verse
Im fünfzehnten Jahre aber der Regierung des Kaisers Tiberius, als Pontius Pilatus Landpfleger von Judäa war und Herodes Vierfürst von Galiläa, sein Bruder Philippus aber Vierfürst der Landschaft Ituräa und Trachonitis und Lysanias Vierfürst von Abilene, unter den Hohenpriestern Hannas und Kajaphas, erging das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias, in der Wüste.
Die aber Jesus festgenommen hatten, führten ihn ab zu dem Hohenpriester Kajaphas, wo die Schriftgelehrten und die Ältesten versammelt waren.
Als er solches gesagt, spie er auf die Erde und machte einen Teig mit dem Speichel und strich ihm den Teig auf die Augen und sprach zu ihm: Gehe hin, wasche dich im Teiche Siloah (das heißt übersetzt: Gesandt)! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend.
Es ist aber zu Jerusalem beim Schaftor ein Teich, der auf hebräisch Bethesda heißt und der fünf Säulenhallen hat.
Und nachdem sie alles vollbracht hatten nach dem Gesetze des Herrn, kehrten sie zurück nach Galiläa, in ihre Stadt Nazareth. Das Kindlein aber wuchs und ward stark, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade war auf ihm.
Darnach bat Joseph von Arimathia (der ein Jünger Jesu war, doch heimlich, aus Furcht vor den Juden), den Pilatus, dass er den Leib Jesu abnehmen dürfe. Und Pilatus erlaubte es. Da kam er und nahm den Leib Jesu herab. Es kam aber auch Nikodemus, der vormals bei Nacht zu Jesus gekommen war, und brachte eine Mischung von Myrrhe und Aloe, etwa hundert Pfund. Also nahmen sie den Leib Jesu und banden ihn samt den Spezereien in leinene Tücher, wie die Juden zu begraben pflegen. Es war aber an dem Ort, wo Jesus gekreuzigt worden war, ein Garten und in dem Garten eine neue Gruft, in welche noch niemand gelegt worden war. Dahin nun legten sie Jesus, wegen des Rüsttages der Juden, weil die Gruft nahe war.
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