Tiefer gehen
Menschwerdung
In einfachen Worten
Gott der Sohn wurde ein echter Mensch, Jesus, ohne aufzuhören, Gott zu sein.
Christen glauben etwas Erstaunliches: Gott hat nicht nur aus der Ferne Botschaften geschickt. Er kam selbst. Der Sohn Gottes wurde als Baby geboren, wuchs auf, wurde müde, aß, weinte und arbeitete mit Seinen Händen. Das nennt man Menschwerdung oder Inkarnation. Jesus ist ganz Gott und ganz Mensch zugleich, eine einzige Person.
Weiter Am Wachsen
Johannes schreibt, das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns (Johannes 1,14). Paulus sagt, Jesus war in göttlicher Gestalt, entäußerte sich aber selbst und nahm die Gestalt eines Knechtes an (Philipper 2,5-8). Manche meinen, Jesus habe nur menschlich ausgesehen, oder Er sei ein guter Mensch gewesen, den Gott später als Sohn angenommen habe. Die Bibel sagt beides nicht. Er war wirklich Gott und wirklich Mensch.
Das heißt: Gott kennt dein Leben von innen. Der Hebräerbrief sagt, Jesus wurde in allem versucht wie wir, aber ohne Sünde (Hebräer 4,15). Wenn du in einem schweren Moment betest, sprichst du mit jemandem, der Hunger, Verlust und Druck selbst erlebt hat. Du kannst ehrlich zu Ihm kommen.
Noch tiefer Tiefer gehen
Das griechische sarx, Fleisch, in Johannes 1,14 betont die echte menschliche Natur. Kolosser 2,9 sagt, in Christus wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig. Hebräer 2,14-17 erklärt den Grund: Er nahm unser Fleisch und Blut an, um durch Seinen Tod die Macht des Teufels zu brechen und ein barmherziger Hohepriester zu werden.
Die frühen Konzilien haben sehr sorgfältig um die richtigen Worte gerungen. Das Konzil von Chalcedon bekannte 451 Christus als eine Person in zwei Naturen, göttlich und menschlich, unvermischt und ungetrennt. Katholische, orthodoxe und evangelische Christen halten daran fest. Wenn Paulus sagt, Jesus habe sich entäußert, versteht man das traditionell so: Er nahm das Menschsein mit Seinen Grenzen an, hörte aber nicht auf, Gott zu sein.
Meine Verse
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie Jesus Christus auch war, welcher, da er sich in Gottes Gestalt befand, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; sondern sich selbst entäußerte, die Gestalt eines Knechtes annahm und den Menschen ähnlich wurde, und in seiner äußern Erscheinung wie ein Mensch erfunden, sich selbst erniedrigte und gehorsam wurde bis zum Tod, ja bis zum Kreuzestod.
Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig.
Da nun die Kinder Fleisch und Blut gemeinsam haben, ist er in ähnlicher Weise dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den außer Wirksamkeit setzte, der des Todes Gewalt hat, nämlich den Teufel, und alle diejenigen befreite, welche durch Todesfurcht ihr ganzes Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden. Denn er nimmt sich ja nicht der Engel an, sondern des Samens Abrahams nimmt er sich an. Daher musste er in allem den Brüdern ähnlich werden, damit er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, um die Sünden des Volkes zu sühnen.
Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unsren Schwachheiten, sondern der in allem gleich wie wir versucht worden ist, doch ohne Sünde.